Die Pflanzenfärberei

Jahrhundert alte Färbebücher stehen gemeinsam mit Fachliteratur

aus der ganzen Welt in unserer umfangreichen Bibliotkek.

Das Wissen dieser alten Färbemeister bildet die Grundlage

unserer Arbeit.



Dieses über Generationen überlieferte Wissen haben wir vereint

mit einem heute notwendigen ökologischen Anspruch zum Schutz

der natürlichen Resourcen und der Umwelt.


Die auf dem Werkstattdach installierte Photovoltaikanlage liefert den

Strom, Warmwasser erzeugt eine Solartherme und der überwiegende

Einsatz von Regenwasser minimiert den Frischwasserverbrauch. Die

ausgekochten Pflanzen werden kompostiert und gelangen so wieder

in einen natürlichen Kreislauf.




Die verwendeten Pflanzen sind heute noch die gleichen wie sie schon die

Färbermeister vor tausenden Jahren eingesetzt haben: Krappwurzel,

Färberwau, Walnuß und Indigo, sowie die Kochenillelaus für Rottöne.


                                 

                              Resedaernte                                                                 Färberwau (Reseda Luteola)


Das Färben mit Pflanzen in der heutigen Zeit ist für uns aber kein

Lifestyle-Trend, es ist  viel mehr der Versuch eine nachhaltige Beziehung

zwischen Mensch und Umwelt über die natürliche Vielfalt der Farben zu

erreichen.

Es ist auch  eine Arbeit gegen das Vergessen, gegen das Untergehen

einer alten Handwerkskunst. In diesem Sinne handelt auch die UNESCO.

So ist das Färben  mit Pflanzen heute  ein immaterielles und

schützenswertes Kulturgut der Menscheit. Wir verstehen unsere

Arbeit auch als ein Teil dieser Bewahrung.